LUISE Filmclub // GAZA SOUND MAN

30okt14:0014:00LUISE Filmclub // GAZA SOUND MAN

Details

FILMABEND

Do, 30.10.
@ LUISE
Einlass: 18:00 Uhr, Beginn 18:30 Uhr
Eintritt: gegen Spende

Am Donnerstag, den 30. Oktober laden wir euch zur Filmvorführung von „Gaza Sound Man“ in die Luise ein, um uns gemeinsam auf diese auditive Reise einzulassen.

Film im palästinensischen Originalton mit englischen Untertiteln.

Trigger-Warnung: Der Film enthält Inhalte, die Gewalt, Tod und Krieg thematisieren.

Nach der Vorführung bleibt der Barbereich der Luise bis 22 Uhr geöffnet – eine Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und Eindrücke auszutauschen.
Eintritt auf Spendenbasis – zahle, was du kannst! Jede Spende hilft, auch in Zukunft weitere spannende Filmvorführungen zu ermöglichen.

der Film:

Über den anhaltenden Krieg in Gaza zwischen der Hamas – von vielen Staaten als Terrororganisation eingestuft – und der israelischen Armee – von Kritikern wegen ihres Vorgehens in den besetzten Gebieten umstritten – wird derzeit heftig diskutiert. In den Massenmedien zirkulieren Bilder, Videos und Meinungen, die oft ein verzerrtes Bild der Lebensrealität der Menschen im Gazastreifen zeichnen.

Der in Gaza lebende Klangkünstler Mohamed Yaghi sucht dagegen einen anderen Zugang: Über das Medium Klang nähert er sich der Erfahrung der zeitgenössischen Lebensrealität der Menschen in Gaza. Seit Jahren nimmt er unermüdlich die Geräusche seiner Umgebung auf. Daraus entstehen Klanglandschaften von unmittelbarer Dringlichkeit, die die Veränderung der akustischen Welt seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 widerspiegeln.

Das Filmteam um Regisseur Hossam Hamdi Abu Dan begleitete Yaghi bei seiner Arbeit. Daraus entstand der 43-minütige Film „Gaza Sound Man“: eine auditive Reise, in der die Bilder im Dienste der Klanglandschaften stehen. Der Film entfaltet sich entlang von vier Erzählsträngen: Yaghi selbst, ein Vater in einer Flüchtlingsunterkunft, ein junges Mädchen mit einem schwer verletzten Bruder sowie eine ältere Frau, die sich an bessere Zeiten erinnert. Im Zentrum stehen die eigentlichen Leidtragenden jedes Krieges – die Zivilist*innen.

Der Kritiker Paul Reket (The Wire 499) bezeichnet Yaghi deshalb als einen der bedeutendsten zeitgenössischen Klangkünstler: Nicht die unscheinbaren Alltagsphänomene interessieren ihn, sondern jene, von denen man sich aktiv abwendet, damit sie ungehört und ungesehen bleiben. Yaghis Arbeit erhebt eine klare politische Forderung – besonders an das westliche Publikum: Seht und hört nicht weg!

Allgemeine Hinweise zu unseren Veranstaltungen:

Bitte besuche die LUISE nur, wenn du mit unseren Grundsätzen und der Hausordnung einverstanden bist. –> https://luise-nbg.de/ueber-uns/selbstverstandnis/

Können wir dich bei deinem Besuch in der LUISE irgendwie unterstützen? Teile uns gerne deinen individuellen Bedarf mit. Alle Infos zu Barrierefreiheit in der LUISE gibt’s hier. –> https://luise-nbg.de/haus/barrierefreiheit/!